Der Beckenboden ist von zentraler Bedeutung für unsere Gesundheit. Er stärkt und stabilisiert unsere Körpermitte. Wenn er geschwächt ist, können Probleme wie Inkontinenz oder gar eine Organsenkung auftreten. Bei Problemen wie Blasenschwäche und Inkontinenz kann gezieltes Beckenbodentraining helfen, die Symptome zu bekämpfen und eine weitere Verschlechterung zu verhindern. Besonders beliebt sind hierbei sogenannten Biofeedback-Trainer für den Beckenboden, deren Kosten auch von der Krankenkasse übernommen werden können, wenn sie als Hilfsmittel gelistet sind.

Wie funktioniert Biofeedback für den Beckenboden?

Beim Training mit Biofeedback kann die Beckenbodenanspannung visualisiert werden. Besonders Patientinnen die Probleme haben, sich die Beckenbodenanspannung vorzustellen, kann dieses direkte Feedback in Echtzeit helfen. Hierfür wird eine Sonde, die über Drucksensoren verfügt, intravaginal eingeführt. Bei Anspannung misst die Sonde dies und zeigt das z.B. über ein Geräusch oder einen Bildschirm an.

Biofeedback-Trainer im Vergleich

Bei klassischen Geräten ist die Sonde meist per Kabel mit einem kleinen Monitor verbunden, über den Graphen die Beckenbodenanspannung anzeigen.

Beim Beckenbodentrainer Emy wird die Sonde direkt per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt und die Beckenbodenanspannung kann über das eigene Handy visualisiert werden. Zudem ist das Training beim Beckenbodentrainer Emy in Spiele verpackt, d.h. neben dem klassischen Training kann auch spielerisch trainiert werden, in dem beispielsweise ein Hindernislauf durch die Kraft des Beckenbodens absolviert wird.

So bleibt das Beckenbodentraining abwechslungsreich und motivierend. Über die App lassen sich Fortschritte verfolgen und Erinnerungen programmieren. Die Sicherheit ist dabei stets garantiert. Emy ist ein zertifiziertes Medizinprodukt und wahrt die Privatsphäre jeder Nutzerin. Trainingsdaten werden nur lokal gespeichert, sodass alleinig die Nutzerin Zugriff darauf. Es wird keine Internetverbindung benötigt.

Mehr über Emy Trainer erfahren

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In welchen Fällen kann ein Beckenbodentrainer mit Biofeedback verordnet werden?

Beckenbodentrainer mit Biofeedback sind in der Regel Hilfsmittel bei Problemen die auf einen schwachen Beckenboden hindeuten und mit Inkontinenzproblemen einher gehen. Ein Arzt oder Ärztin kann daher ein Rezept ausstellen, wenn er/sie die Fortführung des Trainings zu Hause als sinnvoll erachtet. Grundsätzlich kann jede*r Arzt oder Ärztin ein Rezept ausstellen, egal ob Hausarzt oder Gynäkologe.
Das kann der Fall sein, wenn Du an Belastungsinkontinenz leidest, d.h. zum Beispiel kleine Urinverluste beim Springen, Husten oder Niesen erleidest oder Senkungsbeschwerden mit Inkontinenzsymptomen hast.
Übrigens: Hilfsmittel sind nicht richtgrößen bzw. budgetrelevant, d.h. sie werden nicht zu Lasten des Praxisbudgets abgerechnet.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Der Beckenbodentrainer Emy ist ein eingetragenes Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis der GKV unter der Nummer 15.25.19.2027. Damit kann Emy von eine*m Arzt oder einer Ärztin verordnet werden.

Wir schicken Dir gerne alle Infos bequem per PDF zu, sodass Du beim nächsten Mal einfach mit deine*r Ärzt*in sprechen kannst.

Infos erhalten

 

Biofeedback-Trainer bei der Krankenkasse beantragen – Schritt für Schritt

Beckenbodentrainer Emy auf Rezept
  1. Suche eine Ärzt*in auf
    Ein Arzt oder Ärztin kann Dir helfen, den Grund für deine Blasenschwäche zu diagnostizieren und Dir geeignete Behandlungsmethoden empfehlen. Wenn die Blasenschwäche aufgrund einer Beckenbodenschwäche vorliegt, dann empfiehlt Dir womöglich Dein Arzt Beckenbodentraining durchzuführen.
  2. Verordnung durch die Ärzt*in
    Wenn Dein Arzt Dir Emy verschreiben möchte, ist es wichtig, dass die Diagnose auf dem Rezept sowie die Hilfsmittelnummer 15.25.19.2027 angegeben ist.
  3. Einreichung des Rezepts
    Anschließend kannst Du dieses bequem über das Kontaktformular auf unserer Webseite einreichen.
  4. Austausch mit der Krankenkasse
    Die Kostenbeantragung für den Biofeedback-Trainer Emy übernehmen wir für euch – einfach und bequem ohne Mehraufwand für euch.
  5. Versand des Produkts
    Bei Bewilligung erhältst Du den Beckenbodentrainer Emy nach Hause zugeschickt. Du musst uns das Rezept dann nur noch postalisch zukommen lassen.

Bei welchen Krankenkassen kann ich ein Rezept für den Beckenbodentrainer Emy einreichen?

Grundsätzlich kann ein Rezept bei allen Krankenkassen eingereicht werden. Als eingetragenes Hilfsmittel ist Emy ein Standard-Hilfsmittel. Sollte die Krankenkasse Rückfragen haben übernehmen wir gemeinsam mit unserem Partner den Austausch für euch.

Klinisch erwiesene Wirksamkeit

Die Wirksamkeit des Beckenbodentrainers Emy wurde im Rahmen einer Studie klinisch getestet und erwiesen. 98% der Frauen berichteten von einer Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Emy wird vollständig in Europa hergestellt und verfügt über die EU-Zertifizierungen für Medizinprodukte. Die verwendeten Materialien sind von medizinischer Qualität und kommen aus Frankreich und Deutschland, zum Schutz der intimen Gesundheit.

Wenn ihr an Inkontinenz leidet, zögert nicht eine medizinische Fachkraft anzusprechen. Er oder sie kann euch zum Thema Beckenboden und Biofeedback beraten und gegebenenfalls ein Rezept für eure Krankenkasse ausstellen.

Du leidest nicht an Blasenschwäche möchtest aber bereits vorsorglich Deinen Beckenboden trainieren? Erfahre jetzt mehr über den Beckenbodentrainer Emy.

Quellen

  • Beckenbodentraining auf Rezept – Der Emy-Trainer, Gesundheitsberufe.de, Februar 2026, Branchen-News - Links 
  • Prospective evaluation of the connected biofeedback EMY Kegel trainer in the management of stress urinary incontinence, Floriane Jochum, Olivier Garbin, Julien Godet, Mathilde Ragueneau, Chantal Meyer, Sylvie Billecocq, Lise Lecointre, Chérif Akladios, Aline Host, Février 2022, Journal of Gynecology Obstetrics and Human Reproduction 51(2):102280 - Links

FAQ – Beckenboden nach der Geburt

Wann sollte ich nach der Geburt mit der Rückbildung des Beckenbodens beginnen?

Etwa 6 bis 8 Wochen nach der Geburt findet die Nachuntersuchung bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt statt. Das ist ein guter Zeitpunkt, um den Zustand Ihres Beckenbodens überprüfen zu lassen. Einen Rückbildungskurs bei einer Hebamme übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, dafür brauchen Sie kein Rezept. Zeigt die Untersuchung einen weitergehenden Bedarf, etwa bei Blasenschwäche, kann Ihnen zusätzlich Physiotherapie auf Rezept verordnet werden. Bis dahin sollten Sie Belastungen vermeiden, die den Beckenboden stark beanspruchen, zum Beispiel schweres Heben oder Sport mit Sprüngen.

Ich hatte einen Kaiserschnitt – brauche ich trotzdem eine Beckenbodenrückbildung?

Ja, auch nach einem Kaiserschnitt wird eine Rückbildung empfohlen. Schwangerschaft und Hormone haben Ihre Beckenbodenmuskulatur neun Monate lang belastet und gelockert. Die Rückbildung hilft, Blasenschwäche vorzubeugen, und sollte vor dem Bauchmuskeltraining und dem Wiedereinstieg in den Sport erfolgen. Auch nach einem Kaiserschnitt übernimmt die gesetzliche Krankenkasse einen Rückbildungskurs bei einer Hebamme. Bei Bedarf kann Ihre Frauenärztin oder Ihr Frauenarzt zusätzlich Physiotherapie auf Rezept verordnen.

Wie lange dauert das Wochenbett?

Das Wochenbett ist die Zeit nach der Geburt, in der sich dein Körper von Schwangerschaft und Geburt erholt. Es dauert in der Regel sechs bis acht Wochen. Körperlich und seelisch wieder ganz anzukommen, braucht aber oft mehrere Monate – und jede Frau hat dabei ihr eigenes Tempo.

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