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Ein Gefühl von Schwere im Unterleib oder die Wahrnehmung eines Fremdkörpers in der Vagina – das sind Anzeichen, die häufig auf einen Prolaps hindeuten. Oft handelt es sich dabei um eine Blasensenkung. In der medizinischen Fachsprache als Zystozele bezeichnet, betrifft diese Form des Organprolapses viele Frauen und beeinträchtigt ihr Wohlbefinden sowie ihre Intimität. Doch eine Blasensenkung ist kein Schicksal, mit dem man sich abfinden muss und es gibt konkrete Lösungen.

In diesem Artikel beantworten wir deine wichtigsten Fragen:

  • Wie du die Blasensenkung Symptome erkennen und eine gesicherte Diagnose von einem Arzt erhältst.
  • Welche Auswirkungen eine Zystozele auf deinen Alltag und deine Gesundheit hat.
  • Mit welchen effektiven Methoden du eine Blasensenkung behandeln und langfristig lindern kannst.

Woran lässt sich eine Blasensenkung erkennen?

Bei einer Blasensenkung verliert das Stützgewebe (Faszien und Bänder) zwischen Blase und Vaginalwand an Festigkeit. Infolgedessen sinkt die Blase nach unten und drückt gegen die Vorderwand der Vagina.

Blasensenkung: Symptome

Die Beschwerden hängen oft vom Schweregrad des Prolapses ab. In frühen Stadien kann die Erkrankung symptomlos verlaufen. Häufige Anzeichen sind jedoch:

  • Druck- und Fremdkörpergefühl: Ein Ziehen oder ein dumpfer Schmerz im Becken, oft beschrieben als „etwas, das nach unten drückt“. Dieses Druckgefühl oder ein Fremdkörpergefühl in der Vagina tritt besonders nach langem Stehen auf.
  • Sichtbare oder tastbare Vorwölbung: Ein Gefühl der Fülle im Intimbereich oder das Tasten einer Wölbung am Eingang der Vagina. Der ständige Druck auf den Beckenboden macht sich hier deutlich bemerkbar.
  • Harnwegsprobleme: Schwierigkeiten dabei, die Blase komplett leer zu machen, ständiger Harndrang oder dass unfreiwillig Urin danebengeht.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Unbehagen oder Schmerzen beim Sex sowie manchmal auch Schmerzen beim Stuhlgang.

Die medizinische Diagnose

Wenn du diese Symptome bemerkst, ist ein Besuch bei einer Hebamme, einem Gynäkologen oder Urologen unerlässlich. Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung, bei der du meist gebeten wirst, zu pressen, um den Grad der Senkung (Stadien 1 bis 4) zu beurteilen.

Welche Folgen hat eine Blasensenkung im Alltag?

Über das körperliche Unbehagen hinaus bringt eine Zystozele Einschränkungen mit sich, die alle Lebensbereiche betreffen können:

  • Beschwerden im Alltag: Langes Stehen oder Gehen kann gegen Ende des Tages mühsam werden, da die Schwerkraft den Druck verstärkt.
  • Einschränkung beim Sport: Die Angst vor einer Verschlechterung der Symptome führt oft dazu, dass Frauen auf Sport verzichten, obwohl Bewegung für die Gesundheit wichtig wäre.
  • Wiederkehrende Harnwegsinfektionen: Durch die Senkung kann sich die Blase oft nicht vollständig entleeren. Dieser Restharn kann zu Bakterienwachstum und Infektionen führen .
  • Psychische und soziale Belastung: Die Sorge um das eigene Körperbild und mögliche Inkontinenz können zu Schamgefühlen und sozialem Rückzug führen.

Wie wird eine Blasensenkung behandelt?

Es gibt verschiedene validierte Therapieoptionen, von der konservativen Rehabilitation bis hin zur Chirurgie. Je nach Schweregrad werden nicht-operative Methoden stets bevorzugt. Das gezielte Training des Beckenbodens ist die empfohlene Erstlinien-Behandlung. Ziel ist es, die Muskulatur zu stärken, damit die Organe wieder besser gestützt werden. Kegel-Übungen und Biofeedback sind hierbei besonders effektiv.

Blasensenkung: Übungen

Hier sind drei effektive Übungen gegen eine Blasensenkung:

  • Die Brücke (Beckenheben): Lege dich auf den Rücken, stelle die Beine auf und hebe das Becken langsam an, während du den Beckenboden für einige Sekunden kraftvoll anspannst.
  • Der Vierfüßlerstand: Ziehe in dieser Position beim Ausatmen den Bauchnabel und den Beckenboden nach innen-oben, halte die Spannung kurz und lasse beim Einatmen wieder locker.
  • Kniebeugen (Squats) mit Fokus: Gehe langsam in die Hocke und aktiviere beim Hochkommen ganz bewusst deine Beckenbodenmuskulatur, um die Stützfunktion der Organe zu stärken.

Emy: Moderne Technologie für deinen Beckenboden

Um eine Blasensenkung erfolgreich zu behandeln, ist die Regelmäßigkeit der Übungen entscheidend. Hier setzt die Lösung von Emy an. Dieser smarte Beckenbodentrainer nutzt die Biofeedback-Technologie: Er misst die Muskelaktivität deines Beckenbodens, wenn du an- und entspannst, und überträgt diese in Echtzeit auf dein Smartphone. 

  • Klinisch nachgewiesene Wirksamkeit: Du siehst deine Fortschritte in Echtzeit, während du die Übungen in Form von Minispielen machst, ohne Druck nach unten auszuüben.

  • Autonomie und Komfort: Du trainierst bequem zu Hause in deinem eigenen Tempo, ergänzend zu deinem Beckenbodentraining bei deinem Physiotherapeuten.

Das sagen unsere Nutzerinnen

Die Wirkung eines aktiven Trainings lässt sich am besten durch die Erfahrungen betroffener Frauen beschreiben:

„Ich habe die Wirkung des Emy Trainers bemerkt, als ich das Gewicht meiner Blase weniger gespürt habe. Außerdem nehme ich die Anspannung meines Beckenbodens viel besser wahr.“ – Maryse (ihren Erfahrungsbericht lesen)

„Ich bin sehr zufrieden mit Emy, das Training ist wirklich wirksam. Nach nur zwei Wochen spüre ich bereits Verbesserungen in meinem Beckenboden.“ – Monique (ihren Erfahrungsbericht lesen)

Alle Erfahrungsberichte von Nutzerinnen mit Prolaps anzeigen

Emy Beckenbodentrainer auf Rezept

Wenn du unter Symptomen leidest, die auf einen schwachen Beckenboden zurückzuführen sind, wie Belastungs– oder Stressinkontinenz, kann dein/e Arzt bzw. Ärztin dir Emy per Rezept verordnen. Mithilfe dieses Rezept hast du die Möglichkeit zur kompletten Kostenübernahme durch deine Krankenkasse!

Beim Ausstellen deines Rezepts ist die Angabe der Diagnose (Belastungs- oder Stressinkontinenz) sowie der Hilfsmittelnummer 15.25.19.2027 wichtig. Anschließend kannst du ganz bequem und einfach das Rezept für den Emy Trainer über das Kontaktformular auf dieser Seite einreichen. 

Fizimed übernimmt dann die Kommunikation mit der Krankenkasse und wenn diese die Kostenübernahme bewilligt, bekommst du deinen Emy Trainer direkt per Post nach Hause geschickt.

Alle Infos zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse erhältst du hier

Einsatz eines Pessars

Ein Pessar ist ein Hilfsmittel aus Silikon, das in die Vagina eingeführt wird, um die Blase mechanisch zu stützen. Es ist eine nicht-invasive, sehr effektive Lösung zur sofortigen Linderung der Symptome, insbesondere bei körperlicher Belastung.

Operation

Ein chirurgischer Eingriff wird in Erwägung gezogen, wenn konservative Behandlungen nicht ausreichen und der Leidensdruck hoch ist. Dabei wird die Blase wieder in ihre ursprüngliche Position gebracht und das Stützgewebe verstärkt.

Blasensenkung: Behandlung ohne Operation

Um das Fortschreiten zu bremsen und Beschwerden zu lindern, sind kleine Anpassungen im Alltag hilfreich:

  • Hypopressives Training: Im Gegensatz zu klassischen Sit-ups reduziert diese Form der Gymnastik den Druck im Bauchraum und hilft, die Organe sanft „anzuheben“.

  • Verstopfung vermeiden: Starkes Pressen beim Stuhlgang belastet den Beckenboden. Ein Toilettenhocker kann hier helfen, eine physiologisch günstigere Position einzunehmen.

  • Richtiges Heben: Vermeide das Tragen schwerer Lasten. Wenn es nötig ist, spanne deinen Beckenboden vor der Anstrengung (Husten, Heben) an und atme während der Kraftanstrengung aus.

Fazit: Das Wichtigste über eine Blasensenkung zusammengefasst

Eine Blasensenkung ist eine häufige Erkrankung, die eine angepasste Behandlung erfordert. Wer bereits bei den ersten Anzeichen handelt, kann das Fortschreiten oft stoppen.

Die 3 wichtigsten Punkte zum Merken: 

  • Achte auf Warnsignale: Ungewöhnliches Schweregefühl oder Inkontinenz sollten immer medizinisch abgeklärt werden.
  • Konservative Therapien: Gezieltes Beckenbodentraining und Pessare sind hochwirksame Methoden, um eine Zystozele zu stabilisieren, bevor eine Operation nötig wird.
  • Stärke deinen Beckenboden mit Emy: Regelmäßiges Training ist der Schlüssel, um die Blasensenkung dauerhaft zu stabilisieren. Mit dem Emy Beckenbodentrainer und der Emy App führst du klinisch validierte Biofeedback-Übungen einfach und motiviert zu Hause durch, um deine Blase effektiv zu stützen.

Quellen

  • Genitalprolaps (oder „Organvorfall“): Informationsblatt, Haute Autorité de Santé (HAS), April 2022, Patienteninformationsblatt (HAS) – Link
  • Genitalprolaps oder „Organvorfall“ verstehen, Krankenversicherung (Ameli.fr), Februar 2026, Ameli.fr (Dossier: Urogenitaler Prolaps bei Frauen) – Link
  • Prolaps der vorderen und hinteren Scheidenwand, Charles Kilpatrick, September 2024, Das MSD-Handbuch – Link
  • Vaginalpessare bei Prolaps: Anker-, Keil- und Kugelgelenkmodelle – ein vorgeschlagenes Klassifizierungssystem basierend auf ihrem Wirkmechanismus, S. Abbas Shobeiri, Manon H. Kerkhof, Liesbeth P. J. van der Loo, S. J. C. M. (Stanny) Luykx, Hans Peter Dietz, Februar 2016, International Urogynecology Journal 27(2):299-304 – Link
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