Der Beckenboden ist die 4. Säule der Frauengesundheit: eine Muskelschicht, die die Organe im Becken trägt und für Kontinenz sorgt. Er ergänzt die drei klassischen Säulen der Gesundheit – Ernährung, Schlaf und Bewegung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Beckenboden ist die Muskulatur, die Blase, Gebärmutter und Darm trägt. Damit ist er die 4. Säule der Frauengesundheit, neben Ernährung, Schlaf und Bewegung.
  • Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre und belastende Sportarten können ihn schwächen. Die Folge sind z. B. ungewollter Urinverlust, ein Druckgefühl im Unterleib oder weniger Empfindungen beim Sex.
  • Der Emy Trainer ist ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt², das Fizimed gemeinsam mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen entwickelt hat. Er begleitet dein Beckenbodentraining zu Hause per Biofeedback – mit Übungen nach dem PERFECT-Schema.

Was ist die 4. Säule der Frauengesundheit?

Die 4. Säule der Frauengesundheit ist der Beckenboden: eine Schicht aus Muskeln und Bindegewebe zwischen Schambein und Steißbein. Neben den drei klassischen Säulen (ausgewogene Ernährung, erholsamer Schlaf und regelmäßige Bewegung) sorgt er dafür, dass deine Beckenorgane an ihrem Platz bleiben. Außerdem ist er wichtig für deine Blasenkontrolle und dein Intimleben.

Ausgewogen essen. Gut schlafen. Regelmäßig bewegen. Jahrzehntelang haben Medizin und Prävention diese drei Säulen der Gesundheit wiederholt:

  • ausgewogene Ernährung
  • erholsamer Schlaf
  • regelmäßige Bewegung

Doch wer den weiblichen Körper ehrlich und wissenschaftlich betrachtet, entdeckt eine Muskulatur, die lange im Schatten stand. Dabei trägt sie buchstäblich den Körper, die Bewegungsfreiheit und das Selbstvertrauen von Frauen. Frauengesundheit steht also nicht auf drei Säulen, sondern auf vier: Die 4. Säule ist der Beckenboden.

Wo liegt der Beckenboden und was macht er?

Der Beckenboden liegt ganz unten im Becken, zwischen Schambein vorne und Steißbein hinten. Seine Muskeln bilden eine Art Hängematte, die Blase, Gebärmutter und Darm trägt. Er hilft dir, Urin und Stuhl zu halten. Außerdem fängt er den Druck ab, der beim Husten, Lachen oder Heben im Bauchraum entsteht, und spielt eine Rolle für dein Empfinden beim Sex.

Was schwächt den Beckenboden?

Der Beckenboden kann im Laufe des Lebens schwächer werden. Das passiert vor allem in der Schwangerschaft und nach der Geburt, in den Wechseljahren durch die sinkenden Hormonspiegel oder durch häufige belastende Sportarten. Typische Anzeichen sind ungewollter Urinverlust bei Belastung, ein Druckgefühl im Unterleib oder weniger Empfindungen beim Sex. Laut der International Continence Society ist jede dritte Frau von Harninkontinenz betroffen (Cardozo et al., ICS, 2023).

Hast du länger anhaltende Beschwerden? Dann sprich mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen, deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt, deiner Hebamme oder Physiotherapeut·innen.

Was bewirken Einlagen und smarte Geräte für den Beckenboden?

Bei einem schwachen Beckenboden sind zwei Lösungen weit verbreitet: saugfähige Einlagen, die dir im Alltag Sicherheit geben, und smarte Geräte für zu Hause, die Übungen anbieten. Deren Wirksamkeit ist allerdings nicht immer in klinischen Studien untersucht.

Was leisten Inkontinenzeinlagen?

Einlagen nehmen Urin auf, wenn du ungewollt Urin verlierst. Sie geben dir im Alltag Komfort und Sicherheit. Auf die Muskelspannung deines Beckenbodens wirken sie aber nicht: Sie fangen das Symptom ab, stärken aber nicht die Ursache. Eine Einlage saugt auf – ein Fundament baut sie nicht.

Was taugen smarte Geräte für den Beckenboden?

Viele smarte Geräte bieten spielerische Übungen und Punktestände in einer App, die dein Beckenbodentraining begleiten sollen. Ihre Wirksamkeit ist jedoch nicht immer durch klinische Studien belegt, und nicht alle sind Medizinprodukte. Bevor du dich für ein Gerät entscheidest, lohnt sich ein Blick auf zwei Punkte: Ist es ein CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt? Und gibt es dazu eine veröffentlichte klinische Studie?

Deine Intimgesundheit verdient Antworten mit Anspruch: Ein starker Beckenboden entsteht mit Wissenschaft und der Sorgfalt von Fachleuten aus dem Gesundheitswesen.

Wie kannst du deinen Beckenboden stärken?

Ein starker Beckenboden entsteht durch bewusstes, wiederholtes Anspannen der Beckenbodenmuskulatur. Wichtig ist, dass du regelmäßig trainierst – gern mit Unterstützung von Hebammen oder Physiotherapeut·innen. Das Beckenbodentraining kann in der Praxis oder zu Hause stattfinden. Eine der eingesetzten Methoden ist Biofeedback: Dabei siehst du in Echtzeit, was dein Beckenboden während der Übungen macht.

Das PERFECT-Schema ist in der Beckenbodenrehabilitation anerkannt. Es strukturiert das Training nach mehreren Kriterien: Kraft der Anspannung, Ausdauer, Anzahl der Wiederholungen und schnelle Kontraktionen.

Was ist der Emy Trainer?

Der Emy Trainer ist ein smarter Beckenbodentrainer mit Biofeedback. Entwickelt hat ihn das französische Femtech-Unternehmen Fizimed gemeinsam mit Fachleuten aus dem Gesundheitswesen. Das CE-gekennzeichnete Medizinprodukt² erfasst die Anspannung deines Beckenbodens über 360°-Drucksensoren und überträgt sie an die Emy App. So siehst du direkt, ob du deinen Beckenboden aktivierst – ganz diskret bei dir zu Hause. Die Übungen in der App basieren auf dem PERFECT-Schema.

Die Anwendung des Emy Trainers ist während der Schwangerschaft und in den ersten 7 Wochen nach der Geburt kontraindiziert.

Was zeigt die klinische Studie zum Emy Trainer?

Die klinische Studie zum Emy Trainer wurde am Universitätsklinikum Straßburg mit Frauen mit Belastungsinkontinenz durchgeführt (Jochum et al., 2021)¹.

  • Regulatorischer Status: CE-gekennzeichnetes Medizinprodukt² und patentiert, mit 360°-Drucksensoren.
  • Trainingsprinzip: Übungen nach dem PERFECT-Schema, das in der Beckenbodenrehabilitation anerkannt ist.
  • Ergebnisse: 98 % der Teilnehmerinnen berichten nach 3 Monaten Training mit dem Emy Trainer von einer verbesserten Lebensqualität, 91 % von einer Verbesserung ihrer Inkontinenzbeschwerden¹.

Mehr über den Emy Trainer erfahren

💡 Gut zu wissen: Bei Inkontinenz kann dein Emy Beckenbodentrainer zu 100 % erstattet werden³.

Alles, was du dafür brauchst, ist ein Rezept von einer Ärztin oder einem Arzt:

  • in wenigen Minuten per Videosprechstunde erhältlich⁴
  • oder direkt von deiner Ärztin oder deinem Arzt ausgestellt

Weitere Informationen findest du hier.

Wo findest du verlässliche Informationen über den Beckenboden?

Die 4. Säule der Frauengesundheit soll kein Tabuthema mehr sein und nicht in ungenauen Internetforen untergehen. Deshalb müssen die Informationen dazu verlässlich sein. Gemeinsam mit Ärzt·innen haben wir ein kostenloses Booklet zur Information und Patientenschulung erstellt, das dir hilft, deinen Körper besser zu verstehen.

Das solltest du dir merken

  • Der Beckenboden trägt Blase, Gebärmutter und Darm und sorgt für Kontinenz. Er ist die 4. Säule der Frauengesundheit.
  • Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre und belastende Sportarten können ihn schwächen. Bei ungewolltem Urinverlust oder Druckgefühl lohnt sich ein Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, deiner Hebamme oder Physiotherapeut·innen.
  • Der Emy Trainer begleitet dein Beckenbodentraining zu Hause per Biofeedback: 98 % der Teilnehmerinnen berichten nach 3 Monaten Training mit dem Emy Trainer von einer verbesserten Lebensqualität¹.

Quellen

  • Prospective evaluation of the connected biofeedback EMY Kegel trainer in the management of stress urinary incontinence, Jochum F et al., February 2022, Journal of Gynecology Obstetrics and Human Reproduction 51(2):102280 – pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34861424
  • Pelvic Floor Muscle Rehabilitation Using Biofeedback, Diane Kaschak Newman, July 2014, Urologic Nursing 34(4):193-202 – pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25233622
  • Klinische Studie: unsere klinischen Daten

FAQ – Intimgesundheit und Beckenboden

Was ist der Beckenboden und wofür ist er da?

Der Beckenboden ist eine Schicht aus Muskeln und Bindegewebe, die das Becken nach unten abschließt, zwischen Schambein und Steißbein. Er stützt die Organe im kleinen Becken (Blase, Gebärmutter, Enddarm), sorgt für die Kontinenz von Blase und Darm und spielt eine Rolle in der Sexualität. Wie jeder Muskel kann er erschlaffen (Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre, wiederholte Belastung) oder im Gegenteil zu angespannt sein.

Wie kann ich meinen Beckenboden stärken?

Spannen Sie Ihre Beckenbodenmuskulatur bewusst an, so als würden Sie einen Wind oder den Harndrang zurückhalten, und zwar nur beim Ausatmen. Üben Sie schrittweise in Rückenlage oder im Vierfüßlerstand. Achten Sie darauf, die Luft nicht anzuhalten und das Gesäß nicht anzuspannen. Ergänzend können Sie zu Hause einen vernetzten Beckenbodentrainer mit Biofeedback wie den Emy Trainer verwenden. Er wird in die Scheide eingeführt und erfasst Ihre Muskelkontraktionen in Echtzeit. Über eine App auf Ihrem Smartphone machen Sie spielerische Übungen und verfolgen Ihre Fortschritte. Bei medizinischer Indikation kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt den Emy Trainer auf Rezept verordnen.

Woran erkenne ich einen geschwächten Beckenboden?

Eine erschlaffte Beckenbodenmuskulatur äußert sich vor allem durch Harnverlust oder ungewolltes Entweichen von Darmgasen bei körperlicher Anstrengung, wie etwa beim Lachen, Husten oder Springen. Sie kann auch ein Schweregefühl im Unterleib, ein vermindertes Empfindungsvermögen oder Unbehagen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verursachen. Diese Beschwerden sind in der Praxis häufig und können problemlos angesprochen werden. Nur eine manuelle Untersuchung bei einer Hebamme oder einem Physiotherapeuten kann die Kraft Ihrer Muskulatur genau beurteilen und feststellen, ob eine Rehabilitation erforderlich ist.

Teilen