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Beckenbodentrainer für Biofeedback – erfolgreiche Beckenbodenrückbildung zu Hause!

Das erfährst du in diesem Artikel:

  • Was Biofeedback ist und wie es beim Beckenbodentraining genau funktioniert.
  • Wie du dein Beckenbodentraining zu Hause Schritt für Schritt aufbaust.
  • Wie der Emy Trainer diese Technologie nutzt und was die klinische Studie am Universitätsklinikum Straßburg dazu zeigt.

Was ist Biofeedback und wie funktioniert es beim Beckenbodentraining?

Biofeedback ist eine Trainingsmethode, die Sensoren verwendet, um die Muskelaktivität in Echtzeit zu erkennen. Diese Information wird anschließend auf einem Bildschirm angezeigt, sodass du nachvollziehen kannst, wie deine Muskeln reagieren und du die Ausführung deiner Bewegungen entsprechend anpassen kannst.

Bei dieser Methode wird ein Beckenbodentrainer vaginal eingeführt. Das Gerät erkennt dabei die Intensität sowie die Dauer der Beckenbodenanspannung und bietet dir über eine App eine direkte visuelle Rückmeldung. Beckenbodentrainer mit der Biofeedback-Funktion – wie der Emy Trainer – machen entsprechend deinen Trainingsfortschritt auf dem Smartphone sichtbar. Im Gegensatz zur passiven Elektrostimulation erfolgt die Muskelkontraktion hierbei stets aktiv durch dich als Nutzerin.

Wie wird die Beckenbodenaktivität mithilfe des Emy Trainers erfasst?

Beim Emy Trainer werden über integrierte Sensoren die An- und Entspannung deiner Beckenbodenmuskulatur erfasst und per Bluetooth an dein Smartphone gesendet. So siehst du in Echtzeit, ob und wie stark du deinen Beckenboden gerade anspannst. Dieses visuelle Feedback gibt dir Orientierung beim Training - denn ohne Hilfsmittel lässt sich die eigene Beckenbodenaktivität von außen kaum wahrnehmen.

Genau diese Rückmeldung ist der Grund, warum Biofeedback in der Physiotherapie seit Jahren als anerkannte Methode zur Beckenbodenrehabilitation eingesetzt wird: Sie macht eine unsichtbare Muskelgruppe greifbar. Viele Physiotherapeut·innen setzen Biofeedback-Geräte deshalb ergänzend zu ihren Behandlungsterminen ein, damit ihre Patientinnen auch zwischen den Terminen gezielt weitertrainieren können.

Welche Vorteile bietet Biofeedback für dein Beckenbodentraining?

1. Ein schrittweises und gezieltes Training

Biofeedback ermöglicht es, die Beckenbodenmuskulatur gezielt und progressiv zu trainieren. Die klare Visualisierung der Kontraktionen hilft dir, deine Anstrengung besser zu verstehen und die Übungen korrekt auszuführen, statt auf gut Glück zu trainieren.

2. Eine verbesserte Körperwahrnehmung

Viele Frauen haben anfangs Schwierigkeiten, ihre Beckenbodenmuskulatur zu lokalisieren und gezielt anzuspannen. Durch das Training mit Biofeedback lernst du, diese Muskeln mit größerer Präzision anzuspannen und zu entspannen.

3. Ein aktives Training bei Harninkontinenz

Ein regelmäßig trainierter Beckenboden trägt zu einer besseren Kontrolle der Schließmuskeln bei. In einer unabhängigen klinische Studie am Universitätsklinikum Straßburg¹ mit über 50 Patientinnen mit Belastungsinkontinenz verbesserte sich bei 98 % der Teilnehmerinnen die Lebensqualität nach 3 monatigem Training mit dem Emy Trainer. Zudem verringerten sich Häufigkeit und Schwere der Symptome bei 87 % der Teilnehmerinnen (Jochum et al., 2021).

4. Trainierbar in jeder Lebensphase

Wochenbett*, Wechseljahre, intensiver Sport: Der Beckenboden wird ein Leben lang beansprucht, nicht nur nach einer Geburt. Ein regelmäßiges Beckenbodentraining unterstützt die Muskulatur in jeder dieser Phasen, ersetzt aber keine medizinische Abklärung bei anhaltenden Beschwerden.

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Wie trainierst du deinen Beckenboden zu Hause richtig?

  1. Vorbereitung: Hände und Trainer reinigen, in liegender oder sitzender Position einführen, bei Bedarf ein Gleitmittel auf Wasserbasis verwenden.
  2. Verbindung herstellen: Gerät einschalten und per Bluetooth mit der App verbinden.
  3. Geführte Trainingseinheit: Die App führt dich durch angepasste Übungen und zeigt deine Beckenbodenaktivität in Echtzeit an.
  4. Regelmäßigkeit: 5 bis 20 Minuten, mehrmals pro Woche, für einen schrittweisen Muskelaufbau.
  5. Reinigung: nach jeder Anwendung mit warmem Wasser und milder Seife reinigen.

Bei Schmerzen während des Trainings solltest du die Übung unterbrechen und eine Physiotherapeut*in, eine Hebamme oder einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren.

Wie arbeiten Physiotherapeut*innen und Hebammen mit dem Biofeedback?

In der klassischen Beckenbodentherapie setzen Physiotherapeut*innen Biofeedback-Geräte häufig direkt in der Praxis ein, um Patientinnen die richtige Anspannung der Muskulatur zu zeigen. Ein Beckenbodentrainer für zu Hause überträgt dieses Prinzip in den Alltag: Die Patientin trainiert selbstständig weiter und erhält eine Rückmeldung in Echtzeit, die sie sonst nur beim Termin in der Praxis erhalten hätte. Auch Hebammen empfehlen einen Beckenbodentrainer wie den Emy Trainer häufig ergänzend zur Rückbildung im Wochenbett weiter.

Häufige Fehler beim Beckenbodentraining mit Biofeedback

Ein paar Stolpersteine begegnen vielen Frauen zu Beginn. Das gilt es zu wissen, bevor du mit deinem Training startest:

  • Falsche Muskelgruppe: Bauch, Gesäß oder Oberschenkel werden häufig fälschlicherweise mitangespannt, statt gezielt die Beckenbodenmuskulatur zu aktivieren. Das Biofeedback-Display hilft dir dabei, das zu erkennen und deine Haltung entsprechend anzupassen.
  • Zu unregelmäßiges Training: Einzelne lange Einheiten sind weniger effektiv als kurze und regelmäßige Trainingseinheiten, die über mehrere Wochen hinweg absolviert werden.
  • Luft anhalten während der Kontraktion: Es ist oftmals hilfreich ruhig weiterzuatmen und die Spannung im Beckenboden gezielter zu steuern, statt den ganzen Körper anzuspannen.
  • Zu schnell aufgeben: Erste spürbare Fortschritte zeigen sich meist nach einigen Wochen regelmäßigen Trainings, nicht nach der ersten Einheit. Es lohnt sich also dranzubleiben.

Biofeedback und Elektrostimulation: Was sind die Unterschiede?

Beide Methoden verfolgen das gleiche Ziel, funktionieren aber unterschiedlich:

  • Biofeedback hilft dir, deine Muskelkontraktionen bewusst wahrzunehmen und aktiv zu steuern – du spannst deinen Beckenboden selbst an.
  • Elektrostimulation sendet leichte elektrische Impulse, die eine unwillkürliche Kontraktion auslösen. Das kann hilfreich sein, wenn eine Frau ihre Muskeln zu Beginn nur schwer eigenständig aktivieren kann.

Für wen eignet sich das Beckenbodentraining mit Biofeedback?

Ein Beckenbodentrainer mit Biofeedback richtet sich an Frauen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen:

  • Im Wochenbett: In Absprache mit deiner Hebamme oder deinem Arzt oder deiner Ärztin kann ein gezieltes Training die Beckenbodenmuskulatur nach der Entbindung* schrittweise wieder aufbauen.
  • In den Wechseljahren: Der hormonelle Wandel kann sich auf den Muskeltonus von Blase und Beckenboden auswirken – regelmäßiges Beckenbodentraining unterstützt die Muskulatur in dieser Phase.
  • Bei sportlicher Aktivität: Belastende Sportarten (Laufen, Springen, Krafttraining) beanspruchen den Beckenboden zusätzlich; ein begleitendes Training kann daher sinnvoll sein.
  • Bei Harn- oder Stuhlinkontinenz: Nach ärztlicher Abklärung durch eine Fachpraxis (Gynäkologie, Urologie, Allgemeinmedizin) lässt sich ein Biofeedbackgerät gezielt in die Beckenbodentherapie einbinden - oft als Ergänzung zur Physiotherapie.

In jedem Fall gilt: Ein Beckenbodentrainer ist ein Medizinprodukt² zum Training, kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose bei anhaltenden Beschwerden von Blase oder Darm.

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Kann Emy Trainer erstattet werden?

💡 Gut zu wissen: Bei Inkontinenz kann dein Emy Beckenbodentrainer bis zu 100 % erstattet werden³.

Alles, was du dafür brauchst, ist ein Rezept von einem Arzt oder einer Ärztin.⁴ Ein Rezept erhältst du:

— In wenigen Minuten per Videosprechstunde.
— Oder direkt von deinem Arzt oder deiner Ärztin.

Weitere Informationen findest du hier.

Häufig gestellte Fragen

 

Wie funktioniert Biofeedback beim Beckenbodentraining?

Sensoren im Beckenbodentrainer erfassen deine Muskelkontraktionen und übertragen sie in Echtzeit an eine App, damit du lernst, deinen Beckenboden korrekt anzuspannen und zu entspannen. So wird ein Muskel trainierbar, den du sonst nicht sehen kannst. Schon gewusst? Der Beckenboden besteht aus mehreren Muskelschichten, die sich im Alltag kaum bewusst wahrnehmen lassen.

 

Wie oft sollte ich zu Hause trainieren?

Empfohlen werden für einen kontinuierlichen Fortschritt Trainingseinheiten von 5 bis 20 Minuten, drei- bis viermal pro Woche. Kurze, regelmäßige Einheiten wirken meist mehr als seltene, lange Trainingseinheiten. Wusstest du? Viele Nutzerinnen berichten von ersten spürbaren Effekten nach rund drei Wochen regelmäßigen Trainings.

 

Ersetzt ein Beckenbodentrainer den Besuch bei einer Fachperson?

Nein. Er ergänzt die Betreuung durch eine·n Physiotherapeut·in, Hebamme oder Ärzt·in, ersetzt sie aber nicht – insbesondere bei anhaltenden Beschwerden oder Schmerzen. Bei Unsicherheit ist ein ärztlicher Rat immer der erste Schritt. Wusstest du? Viele Physiotherapeut·innen empfehlen Biofeedback-Geräte als Ergänzung zwischen zwei Terminen.

 

Hilft Biofeedback bei Harninkontinenz?

Eine klinische Studie am Universitätsklinikum Straßburg hat bei Patientinnen mit Belastungsinkontinenz eine Verbesserung der Lebensqualität bei 98 % der Teilnehmerinnen nach 3 Monaten Nutzung von Emy Trainer gemessen (Jochum et al., 2021)¹. Dieses Ergebnis bezieht sich auf eine bestimmte Studienpopulation; bei Beschwerden ist der erste Schritt immer eine ärztliche Abklärung. Bei Beschwerden wie Harninkontinenz, Stuhlinkontinenz oder Schmerzen im Bereich von Blase oder Darm solltest du vorab eine Physiotherapeutin, Hebamme oder Ärztin konsultieren. Für ein reines Präventionstraining kannst du in der Regel direkt starten. Wusstest du? Ein Rezept für den Emy Trainer kann sowohl die Hausärztin als auch die Frauenärztin ausstellen.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • Biofeedback erfasst deine Beckenbodenkontraktionen und macht sie in Echtzeit sichtbar – ganz ohne elektrische Stimulation.
  • Eine Trainingseinheit dauert 5 bis 20 Minuten und lässt sich bequem zu Hause durchführen, ergänzend zu professioneller Betreuung durch Physiotherapeut·innen oder Hebammen.
  • Emy Trainer setzt auf diese Technologie und ist bei entsprechender Diagnose über die Hilfsmittelnummer erstattungsfähig.

*Anwendung erst 7 Wochen nach der Entbindung.

Quellen:

  • Pelvic Floor Muscle Rehabilitation Using Biofeedback, Diane Kaschak Newman, July 2014, Urologic Nursing 34(4):193-202 - Link
  • Prospective evaluation of the connected biofeedback EMY Kegel trainer in the management of stress urinary incontinence, Jochum F et al., February 2022, Journal of Gynecology Obstetrics and Human Reproduction 51(2):102280 - Link
  • ¹ Klinische Studie zu Emy Trainer: am Universitätsklinikum Straßburg durchgeführte Studie zur Lebensqualität von über 50 Patientinnen mit Belastungsinkontinenz. Klinische Studie (Jochum et al., 2021) verfügbar auf go.fizimed.com/studie_overview
  • ² Medizinprodukt mit CE-Kennzeichnung: Emy Trainer ist ein Medizinprodukt zur Beckenbodenrehabilitation im Rahmen der Betreuung von Harninkontinenz bei Frauen. Weitere Informationen im Impressum.
  • ³ bei entsprechender Diagnose und ggf. zzgl. gesetzlicher Zuzahlung
  • ⁴ Die Entscheidung über die medizinische Vertretbarkeit einer Fernbehandlung sowie die Notwendigkeit und Verordnung des Emy Trainers liegt ausschließlich im Ermessen der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes.
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